Lippske-Leuer
Vorwort
Ingwer-Duo

Die Titel:
Meune Heume
Der Kuckuck
Wüihnachten Jümmer?
Bierlala
Unglückliche Liebe
Düi frügge eck nich
Falkenburg-Leud
Keurüijen
Os eck nao’ne Jumfer was
Lippe Detmold
Die Lippischen Schützen
De lüttke Mann
Dat Biuernluit un de Duiwel
Hannchen kumm mol vür de Dür
Jo im Schling
Ault lippske Heuersang
Heuer’s Obend
De Varus-Schlacht
Lippische Sprüche
Bestellung 
Pickertrezept
Presseinfo

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Kinder-Lippe
Plattdeutsche Ecke































































































Lippske Leuer
Lippische Lieder

Klangbeispiel

De Varus-Schlacht

Met de graoten frechen Sniuten,
simserimsimsimsimsim,
keumen mol vell Keerls van biuten,
simserimsimsimsimsim,
achter iut  Italien an,
täterätätätä,
vörne ritt seon grauten Mann,
täterätätätä,
de Quintilius Varus,
wau, wau, wau, wau, wau, wau,
de Quintilius Varus,
snedderenteng, snedderenteng,
snedderentengterententeng.

Os seu niu ins Lippske keumen
kreugt se Hunger unnern Reumen;
drinne ging et duer den Dreck,
un seu krieen nicks os Speck
un seon  bietken Water.

Do up eunmol achten Hüchten
feng dat greulich an teo lüchten
Herm greip de Römer an,
schnappt sick glücks den gröttsten Mann,
steok en  uppe Forken.

Varus kreig en graoten Srecken:
„Kinners,dat es teon Verrecken,
Titus, krig duin Swert herriut,
steck’t mui achter duer de  Hiut,
midden in de Panzen.“

Os dat Slohn niu was teoenne,
reif sick Hermken suine Henne,
„Jungens,“ reup he „kümmt mol ran!“
Un dann keomen Mann für Mann
fingen an teo siupen.

Beuer gaft et un Schwuineschinken,
aok de Wuiwer moßten drinken,
un Thusnelda un ehr Mann
siupen sick seon lüttken an,
dat et man seo  dampe.

Keuser Justus satt buin Eeten,
heu woll just ’en Pfauen freten,
os de Noricht niu kam an,
dat suin Heer met Mius un Mann
was aim  Kaolpodde bliewen.

Un teo Ehrn van dössen Saken
leuten wui us en Denkmol maken,
dat dat scheune Lippske Land,
word in oller Welt bekannt,
un seo  es’t aok kumen.

Die Varus-Schlacht

Mit ’nem großen, frechen Mundwerk,
simserimsimsimsimsim,
kamen mal viele Männer von  außerhalb,
simserimsimsimsimsim,
hinten aus Italien an,
täterätätätä,
vorne ritt so ein großer Mann,
täterätätätä,
der Quintilius Varus,
wau, wau, wau, wau, wau, wau,
der  Quintilius Varus,
snedderenteng, snedderenteng,
snedderentengterententeng.

Als sie nun ins Lippische kamen,
bekamen sie Hunger unterm Gürtel,
drinnen ging es durch den Dreck
und sie bekamen nichts als  Speck
und so ein bisschen Wasser.

Da auf einmal hinter den Büschen
Fing es schrecklich an zu blitzen,
Hermann greift die Römer an,
schnappt sich gleich den größten  Mann,
steckt ihn auf die Forke.

Varus bekommt ’nen großen Schrecken,
„Kinder, das ist zum Verrecken,
Titus , hol dein Schwert heraus,
stich es mir von hinten durch  die Haut,
mitten in den Magen.“

Als die Schlacht nun war zuende,
reibt sich Hermann seine Hände,
„Jungen,“ rief er „kommt mal ran!“
Und dann kamen Mann für  Mann,
fingen an zu Saufen.

Bier gab es und Schweineschinken,
auch die Weiber mussten trinken,
und Thusnelda und ihr Mann
tranken sich so’n kleinen an,
dass  es nur so dampfte.

Kaiser Justus saß beim Essen,
wollte gerade einen Pfauen verspeisen,
als die Nachricht kam heran,
dass sein Heer mit Maus und Mann
war  am Kohlpott geblieben.

Und  zu Ehren dieser Sachen
ließen wir uns ein Denkmal machen,
dass das schöne Lippische Land
wird in aller Welt bekannt,
und so  ist es auch gekommen.